Geologen der Universitäten Bonn und Köln legen in der April-Ausgabe der Zeitschrift „Geology“ wissenschaftliche Ergebnisse vor, aus denen sich ein neues Bild der frühesten Phase der Kontinentbildung ergibt. Bislang ging die Forschung davon aus, dass die ersten Kontinentalgesteine vor rund vier Milliarden Jahren entstanden, indem ozeanische Urkruste durch plattentektonische Bewegungen im Erdmantel versank und in großen Tiefen schmolz. Untersuchungen der Köln-Bonner Wissenschaftler stellen nun dieses Modell in Frage und legen nahe, dass die Bildung der ersten Kontinentfragmente in viel geringeren Tiefen erfolgte und die Ausgangsgesteine wahrscheinlich nie versenkt worden sind. Dies hat weitreichende Konsequenzen für unsere Vorstellungen von der Entwicklung der frühen Erde.

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Auszug aus der Unizeitung - zum Vergrößern anklicken

Fahrstuhlfahrten im Erdmantel

Die Alpen haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Forscher der Universitäten Köln, Bonn und Münster haben sie nun für die Adula-Decke in der Südschweiz zumindest teilweise rekonstruiert: Demnach ist das Gebiet in den letzten 350 Millionen Jahren zweimal bis auf Tiefen von über 50 Kilometern in den Erdmantel abgetaucht. Erst danach hat sich die Gesteinsformation auf ihre aktuelle Höhe von über 2000 Metern aufgefaltet. Die Studie ist in Nature Geoscience erschienen.

22.05.2012 17:00h:

Dr. Eva Lehndorff (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn): "Combustion markers in the environment"

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